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Pressemitteilung:
Porta Westfalica, 09. März 2007
Schulsituation in Porta
Pressebericht

In einer Kurzfristig einberufenen außerordentlichen Vorstandssitzung des SPD-Stadtverbandes wurde jüngst die gegenwärtige Schulsituation in Porta Westfalica diskutiert.
Der dazu gefasste Beschluss zur Schulpolitik in Porta Westfalica als Handlungsauftrag an die SPD-Ratsfraktion war einstimmig und eindeutig: Das höchste Portaner SPD-Gremium fordert, dass jeder Pflichtschüler der Sekundarstufe I die Möglichkeit erhält, eine entsprechende Schule innerhalb der Stadt zu besuchen. Die Verwaltung wird aufgefordert in Zusammenarbeit mit den Schulleitern der weiterführenden Portaner Schulen die vorliegenden Anmeldezahlen kurzfristig abzugleichen, nach geeigneten Lösungsmöglichkeiten zu suchen und bereits vorliegende Ablehnungsbescheide zu widerrufen. Es sei nicht hinnehmbar, Portaner Eltern schulpflichtiger Kinder auf diese Weise über den weiteren Schulwerdegang ihrer Kinder so zu verunsichern, war die einhellige Meinung der Sitzungsteilnehmer.
Damit widersprach der SPD-Stadtverbandsvorstand auch den Überlegungen aus demj Bildungsausschuss, ca. 15 Portaner Schüler gegen den Willen der Eltern den Schul-Stuhl vor die Tür bzw. konkret vor die Stadtgrenzen Porta Westfalicas zu stellen. Damit ist es den Eltern auch übertragen, ihre natürlich weiterhin schulpflichtigen Kindern den Schulbesuch in einer Nachbarstadt zu organisieren, d.h. Teilnahme an besonderen Schulveranstaltungen, zusätzliche Lernangebote, Klassenfahrten u.a.
Nach Auffassung des Gremiums würde damit Integration und Chancengleichheit für bildungsschwache Schüler nicht wie gewünscht gefördert, sondern stattdessen die Vertiefung der durch die PISA-Untersuchungen beschriebene und ausdrücklich bemängelte Benachteiligung dieser jungen Menschen massiv fortgesetzt.
Über diese aktuelle Tagespolitik hinaus beschloss der Vorstand, dass für das Schuljahr 2008/2009 kurzfristig ein aktueller Schulentwicklungsplan aufgestellt wird, der schon zum Herbst 2007 in eindeutiger Form Lösungen für den Schulstandort Porta Westfalica beschreibt, damit sich die unerträgliche Ablehnungsphase des Jahres 2007 nicht wiederholt.
Darüber hinaus will sich die SPD an einer langfristigen Schulentwicklungsplanung beteiligen mit dem Ziel, für die ab 2009 stark abnehmenden Schülerzahlen eine ausgewogene Lösung für die Schullandschaft Porta Westfalica zu erarbeiten.
Nachdrücklich wies der Stadtverbandsvorsitzende Karsten Donnecker Vorschläge aus der Portaner Bildungsgewerkschaft ( GEW ) zurück, durch Kürzung bereits bewilligter finanzieller Mittel für die Ergänzung der Schulausstattung Druck auf die Schulleitungen auszuüben." Dadurch würden an der augenblicklichen schulpolitischen Schieflage völlig unbeteiligte SchülerInnen betroffen und das könne es ja wohl nicht sein ", so Donnecker.
Den in der Presse geäußerten Vorwurf der CDU, eine Bildungsausschusssitzung sei abgesagt worden ohne die Dringlichkeit der Suche nach Lösungsmöglichkeiten der gegenwärtigen Schulsituation in Porta zu berücksichtigen, weist der Stadtverbandsvorsitzende als populistisches Getue des stellvertretenden Bildungsausschussvorsitzenden Karl-Erich Schmeding zurück, da dieser bereits vorher informiert gewesen sei und dem Verfahren zugestimmt habe.

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