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 |  |  |  | Porta Westfalica, 06. Februar 2012 |
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Die Äußerungen seitens der BVO haben auch in dem SPD Stadtverband zu großem Unmut geführt. Zwar war es bekannt, dass die BVO nach einiger Zeit weitere finanzielle Unterstützung benötigt, aber dass diese bereits nach 6 Monaten benötigt werden ist eine unschöne Überraschung. Die Erklärungsversuche, welche seitens der BVO und MHV bezüglich der Einnahmelücke getätigt wurden, sind zum Teil eine Unverschämtheit.
„Dass die BVO den VMR Mitarbeitern, welche wohlgemerkt für ihr Recht gekämpft haben, eine Teilschuld zuweist, ist eine Frechheit! Die Bürgerinnen und Bürger hatten damals Verständnis für die Forderungen der VMR Mitarbeiter. Die Äußerungen sind daher Unverschämt!“ sagte Lars Backhaus, Vorstandsmitglied des SPD Stadtverbands. Vielmehr ist, nach Meinung des SPD Stadtverbands, der miserable Service der durch die BVO und deren Subunternehmern geleistet wird, der Hauptgrund für das Defizit. „Es kann nicht sein, dass die MHV als Aufsicht über die BVO und ihre Subunternehmer so gnadenlos versagt. Die Eingesetzen Busse der Subunternehmer sind zum Teil so alt, dass gefühlt sogar meine Elterngeneration bereits in den Bussen saß.“ fuhr Lars Backhaus fort. Es sei verständlich, dass gerade ältere Menschen nicht mit Bussen fahren möchte, in denen die Sitze unbequemer als eine Holzbank sind. Auch kann es nicht sein, dass in den ersten Monaten viele Haltestellen morgens nicht angefahren werden, an denen ein Großteil des „Jedermannverkehrs“ einsteigt. Des Weiteren sind auch viele Eltern um ihre Kinder besorgt, wenn im MT eine Stellenanzeige eines Subunternehmers der BVO inseriert ist, in der Busfahrer auf 400€ Basis gesucht werden.
„Die Busfahrer tragen gerade in unserem ländlichen Raum, wo laut Aussagen der MHV 80-90% aller Fahrgäste Schülerinnen und Schüler sind, eine große Verantwortung. Es ist daher ein Unding seitens der Subunternehmer diese Verantwortung so gering zu entlohnen. Zumal die BVO zur Deutschen Bahn gehört!“ erklärte Lars Backhaus und schloss an „viele Eltern sind aufgrund dieser Tatsache verunsichert und bringen ihre Kinder, wenn möglich, an einigen Tagen mit dem Auto zur Schule.“. Die Meinung des SPD Stadverbands ist klar: Es kann nicht sein, dass eine Tochterfirma der Deutschen Bahn unter diesen Umständen, ohne Bedingungen der Städte Geld bekommt.
Diese Beispiel beweist: Günstig heißt nicht immer Gut! Die Ankündigungen von Herrn Overath eine „kontinuierliche Qualitätskontrolle“ einzuführen sind ein erster wichtige Schritt in die Richtung, jedoch stellt sich hier die Frage, warum diese „Qualitätskontrolle“ bisher nicht stattgefunden hat. „Auch die Erklärung, dass durch das verkürzte Abitur der Schülertransport noch einmal deutlich einbrechen werde ist völliger Humbug!“ erklärte Lars Backhaus und fuhr fort „Durch das verkürzte Abitur sinkt die Schüleranzahl in keinster Weise! Die Schüleranzahl bleibt gleich, jedoch verteilt diese sich auf weniger Jahrgänge.“. Nun seien die BVO und MHV in der Pflicht die gravierenden Servicemängel zu beheben. Nur so ist auf langer Sicht eine Verbesserung der Fahrgastzahlen möglich.
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